Krise machte KTM schwer zu schaffen

KTM schloss Kapitalerhöhung ab

Der Motorradhersteller KTM Power Sports AG hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Das Grundkapital erhöhte sich dadurch von 7,58 auf 10,11 Mio. Euro, die neuen Aktien sind ab 1. September 2010 dividendenberechtigt. Die Eigenkapitalbasis wird um rund 43 Mio. Euro gestärkt.

Die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage entspricht einem Volumen von 29,75 Mio. Euro. Das Grundkapital ist damit um 1,75 Mio. Euro durch Ausgabe von 1,75 Mio. Stück auf Inhaber lautende Aktien zum Nennbetrag von je 1 Euro erhöht worden.

Ein Bezugsrecht hatten ausschließlich bestehende Aktionäre. Die an KTM beteiligte indische Bajaj Auto International Holding B.V. hat jene neuen Aktien, für die keine Rechte ausgeübt wurden, aufgegriffen.

Zeitgleich wurde eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage beschlossen. Das Grundkapital wurde damit um 779.000 Euro durch Ausgabe von 779.000 Stück auf Inhaber lautende Aktien zum Nennbetrag von je 1 Euro erhöht.

Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage, seitens der Cross Finanzierungs GmbH durch Einbringung ihrer Darlehensforderung im Nominale von 12,2 Mio. Euro samt Zinsen und seitens des Miteigentümers Hans-Jörg Hofer durch Einbringung seiner Darlehensforderung im Nominale von 600.000 Euro samt Zinsen jeweils gegenüber der KTM-Sportmotorcycle AG. Der Ausgabebetrag betrug 17 Euro pro Aktie. Das Volumen der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage entspricht 13,24 Mio. Euro.

Nach der Kapitalerhöhung gegen Bar- und Sacheinlage bleibt die Cross Industries AG weiterhin Mehrheitsaktionär bei KTM mit über 50 % der Stimmrechte, der Anteil von Bajaj erhöht sich von 31,92 auf 35,67 %. Die Hofer Privatstiftung hält über 5 % am Motorradhersteller, auf den Streubesitz entfallen weniger als 10 % der Anteile.

Wie KTM ankündigte, fällt Ende 2010 der Serienstart der kleinmotorigen Straßenmodelle (125 ccm), die gemeinsam mit Bajaj entwickelt worden sind. Die Oberösterreicher wollen einen Schwerpunkt auf die Erschließung neuer Märkte, vor allem auf bisher noch nicht bearbeitete Wachstumsländer - insbesondere Brasilien -, legen.