Klimaanlagen werden in Österreich zunehmend vom Luxusprodukt zur neuen Standardausstattung moderner Wohnungen und Häuser.
Angesichts immer heißerer Sommer gewinnt das Thema Raumklima für viele Menschen massiv an Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Studie von Daikin Österreich gemeinsam mit marketagent.
Bereits rund jede fünfte Immobilienbesitzerin beziehungsweise jeder fünfte Immobilienbesitzer verfügt laut der Erhebung über eine Klimaanlage im Eigenheim. Gleichzeitig plant knapp jede sechste Person innerhalb der kommenden fünf Jahre die Anschaffung eines Geräts. Besonders gefragt sind dabei energieeffiziente Systeme, die Kühlen und Heizen kombinieren.
Mehr Komfort an heißen Tagen
Als wichtigste Gründe nennen 56 Prozent der Befragten mehr Komfort an heißen Tagen. Fast jede zweite Person verbindet Klimaanlagen außerdem mit besserer Schlafqualität während Hitzeperioden. Für 44 Prozent sind die zunehmenden Hitzewellen überhaupt der entscheidende Auslöser für den Kauf.
„Die Art und Weise, wie in Österreich geheizt und gekühlt wird, verändert sich grundlegend. Was früher als Komfort galt, wird zunehmend zur Voraussetzung für Lebensqualität – insbesondere in urbanen Regionen mit immer mehr Hitzetagen“, erklärt Alexander Springler, General Manager von Daikin Österreich.
Auch die gesellschaftliche Akzeptanz steigt deutlich: 43 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher stehen Klimaanlagen positiv gegenüber, weitere 37 Prozent neutral. Besonders auffällig ist die hohe Zufriedenheit unter bestehenden Nutzerinnen und Nutzern: 93 Prozent zeigen sich zufrieden, mehr als 60 Prozent davon sogar „sehr zufrieden“.
Hartnäckige Vorurteile
Trotzdem halten sich weiterhin Vorurteile – vor allem beim Thema Stromverbrauch. Jede zweite befragte Person verbindet Klimaanlagen spontan mit hohen Energiekosten. Laut Daikin entspreche das aber oft nicht mehr der Realität moderner Systeme.
„Viele Menschen unterschätzen, wie stark sich die Technologie weiterentwickelt hat. Moderne Klimaanlagen arbeitenäußerst energieeffizient, lassen sich intelligent steuern und können insbesondere in Kombination mit Photovoltaik nachhaltig und zu geringen Kosten betrieben werden“, so Springler weiter.
Bei der Kaufentscheidung spielen laut Studie vor allem ein leiser Betrieb, einfache Installation und niedrige Anschaffungskosten eine zentrale Rolle. Auch Zusatzfunktionen wie Heizen in der Übergangszeit oder die Steuerung per App gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Die steigende Nachfrage macht sich auch wirtschaftlich bemerkbar: Daikin Österreich verkaufte im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Split-Klima-Außengeräte und erzielte damit ein Rekordergebnis. Für das Unternehmen zeigt das, dass Klimaanlagen angesichts des Klimawandels immer stärker zur Notwendigkeit werden.
„Die Entwicklung zeigt, dass moderne Klimasysteme heute nicht nur technologisch ausgereifter und energieeffizienter sind, sondern auch das Vertrauen der Konsument:innen kontinuierlich steigt“, erklärt Almir Karagic, Sales Manager Residential bei Daikin Österreich. Gleichzeitig gebe es aber „nach wie vor großes Unwissen und einen erheblichen Informationsbedarf rund um moderne Klimalösungen“.
Der steigende Kühlbedarf hängt eng mit der Klimaentwicklung zusammen. Österreich erwärmt sich laut Studien mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Besonders Städte sind betroffen: Wien verzeichnete zuletzt jeweils mehr als 30 Hitzetage pro Jahr. Laut Prognosen könnte der Kühlbedarf in Österreich bis 2050 sogar massiv ansteigen.
Nicht nur private Haushalte investieren deshalb zunehmend in Klimatisierung. Auch Unternehmen setzen verstärkt auf energieeffiziente Kühllösungen – etwa in Hotels, Bürogebäuden, Logistikzentren oder Rechenzentren. Gerade durch Digitalisierung und KI-Anwendungen wächst dort der Bedarf besonders stark.
„Kühlung entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor“, betont Gerhard Perschy, General Manager Commercial bei Daikin Österreich. Unternehmen müssten ihre Gebäude, Mitarbeitenden und technische Infrastruktur „wirksam vor steigenden Temperaturen schützen und gleichzeitig höchste Energieeffizienz sicherstellen“.