Last-Minute-Buchungen eingebrochen

Griechenland

Last-Minute-Buchungen eingebrochen

Die Zahl der Buchungen ist innerhalb einer Woche um 30% gesunken.

Die Zahl der Last-Minute-Buchungen von Reisen nach Griechenland ist dramatisch eingebrochen. Sie sei seit der Ankündigung des inzwischen abgehaltenen Referendums vor eineinhalb Wochen um 30 Prozent zurückgegangen, sagte der Chef des griechischen Tourismusverbands, Alexander Lamnidis, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Für gewöhnlich handelt es sich bei etwa jeder fünften Urlaubsreise nach Griechenland um eine Last-Minute-Reise.

Schnelle Einigung
Lamnidis forderte eine schnelle Einigung mit den internationalen Geldgebern auf ein neues Hilfspaket. Sollte die derzeitige Ungewissheit noch zwei, drei Wochen anhalten, drohten "einige Probleme, vor allem bei der Versorgung", warnte der Chef des Tourismusverbands. Auf den Insel gebe es bereits "ab und zu" Probleme mit Bargeld. Die Kapitalkontrollen hinderten griechische Unternehmen zudem daran, Waren wie beispielsweise Fleisch aus dem Ausland zu bezahlen.

Angesichts der Kapitalkontrollen können die Griechen derzeit nur 60 Euro an Geldautomaten abheben. Aber auch Touristen stehen teilweise vor leeren Geldautomaten, obwohl die Begrenzung für sie nicht gilt. Zahlreiche Länder haben ihre Griechenland-Urlauber deshalb bereits dazu aufgerufen, genügend Bargeld mitzunehmen.

25 Millionen Besucher

Die Tourismusbranche ist für die griechische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Im vergangenen Jahr machten laut griechischem Tourismusverband 24 Millionen Menschen Urlaub in Griechenland und gaben dafür 13,5 Mrd. Euro aus. Die Branche hofft für dieses Jahr auf 25 Millionen Reisende