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BayWa setzt stärker auf Erneuerbare

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Dank Zukäufe kann der Hälfte-Eigentümer der österreichischen Lagerhausgruppe RWA in diesem Bereich bereits 2010 rund 300 Mio. Euro Umsatz machen. Ursprünglich waren rund 170 Mio. Euro geplant. Mittelfristig sind sogar Erlöse von 1 Mrd. Euro und Renditen jenseits der 5 % möglich.

Die BayWa hatte erst Anfang November im Bereich Solar- und Windenergie zugekauft. Die Tochter BayWa Green Energy GmbH übernahm die Mehrheit an der Münchner Firma Renerco für rund 50 Mio. Euro in bar.
Renerco projektiert, baut und verkauft Wind- und Solaranlagen bzw. betreibt diese in Eigenregie weiter. Zuvor hatte der Konzern bereits 2 weitere Unternehmen übernommen. Neben der Aufwind Neue Energien GmbH Mitte des Jahres war dies zuletzt die MHH Solartechnik GmbH.

"Das sind strategische Investitionen, um auch künftig unseren Geschäftserfolg in einem stark volatilen Umfeld zu sichern", so Vorstandschef Klaus Josef Lutz. Weitere Akquisitionen sind 2009 zwar nicht mehr geplant, aber die BayWa hält weiter die Augen offen.

"Parallel werden immer Gespräche geführt." Für weitere Übernahmen stehen rund 100 Mio. Euro bereit. Etwa ein Viertel davon kommt aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen, die die BayWa abgibt. Dazu gehört etwa der Autohandel, der zum 1.10. verkauft wurde.

Erlöse gesunken

In den ersten 9 Monaten litt der Konzern vor allem unter der Wirtschaftskrise und niedrigen Preisen für Getreide. So sanken die Erlöse in der Sparte Agrar unter anderem wegen der guten Ernte und entsprechend schlechteren Preisen von fast 3,2 auf knapp 2,6 Mrd. Euro. Das Vorsteuerergebnis brach von 68,3 auf 11,9 Mio. Euro ein.

"Die Ein- und Verkaufspreise für Agrarerzeugnisse befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2004." Gut sei dagegen das Geschäft mit Heizöl gelaufen. Vor allem im ersten Halbjahr, als die Ölpreise fielen, hatten die Kunden kräftig geordert und ihre Tanks gefüllt.

Zwischen Jänner und Ende September kam der Konzern insgesamt auf einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro nach gut 6,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Überschuss brach von fast 72 auf gut 30 Mio. Euro ein. "Die wirtschaftliche Gesamtsituation ist nach wie vor schwierig", so Lutz. Dennoch bewege sich sich BayWa damit auf dem Niveau der Jahre 2006 und 2007. "Wir sind durchaus zufrieden mit den Ergebnissen." Beim Ausblick blieb er zurückhaltend. Er hofft im kommenden Jahr zumindest auf eine stabile Entwicklung, sagte er.