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Kraft Foods hebt Prognose an

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Der weltweit zweitgrößte Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat nach einem Gewinnsprung seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erhöht. Das Erfolgsrezept des US-Nahrungsmittelriesen: Kosten sparen und Preise erhöhen - das zahlte sich besonders in Europa aus.

Der Überschuss kletterte im zweiten Quartal um elf Prozent auf 827 Mio. Dollar (575 Mio. Euro). Im Europa-Geschäft habe sich der operative Gewinn fast verdoppelt, so Kraft am 4. August nach US-Börsenschluss.

Der Umsatz gab trotz der höheren Preise um sechs Prozent auf 10,2 Mrd. Dollar nach. Der Grund war der wieder stärkere Dollar, der Einnahmen außerhalb der USA beim Umrechnen niedriger ausfallen lässt. Ohne diesen Effekt wären die Einnahmen gestiegen.

Der mehr als 100 Jahre alte Konzern mit Sitz in Northfield (Illinois) hat unter seinem Dach Käsemarken wie "Kraft" und "Philadelphia" und Klassiker wie "Jacobs"-Kaffee und "Milka"-Schokolade. Weltweiter Marktführer der Branche ist der Schweizer Nestle-Konzern.

Spur wieder gefunden

"Wir sind in der Spur, um unsere Gewinnmargen wieder auf den Branchenschnitt zu bringen", sagte Konzernchefin Irene Rosenfeld auch mit Blick auf die Sanierung in den vergangenen vier Jahren. Kraft hatte zuletzt zudem weniger profitable Produkte eingestellt. Mit seinem Ergebnis übertraf Kraft die Erwartungen der Experten, der Umsatz aber enttäuschte.

Für das laufende Jahr erwartet Kraft nun einen Gewinn je Aktie von mindestens 1,93 Dollar nach zuletzt vorhergesagten 1,88 Dollar. Die Analystenprognose lag bereits auf dieser Höhe. Langfristig soll das Ergebnis wie bisher geplant um sieben bis neun Prozent wachsen. Der um Sondereffekte wie die Dollarschwankungen bereinigte Umsatz soll nach wie vor um drei Prozent zulegen.