Blümel hört als Superfund-Chef schon wieder auf

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Blümel hört als Superfund-Chef schon wieder auf

Mit Jahresende legt der ehemalige Finanzminister Gernot Blümel seine Chef-Position bei Christian Bahas Finanzgruppe Superfund zurück. Er bleibt als Berater an Bord. Und hat schon wieder einen neuen Job.

Nach nur wenigen Monaten ist für Ex-Finanzminister Gernot Blümel wieder Schluss in seiner neuen Position: Er legt seine Funktion als Chief Executive Officer (CEO) der Superfund Gruppe von Christian Baha mit Jahresende zurück - auf eigenen Wunsch, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilt. Der Aufsichtsrat habe Blümels Vertrag einvernehmlich gelöst.

Ab Jänner 2023 werde Blümel aber als Berater für die Superfund-Gruppe tätig sein. 

Neuer Job für Blümel

Mit April 2023 wechselt Blümel dann in die Gesundheits-IT zu Unternehmer Frank Gotthardt.  "Ich freue mich, dass ich Gernot Blümel für eine Geschäftsführung innerhalb meiner Unternehmensgruppe gewinnen konnte. Wir haben gemeinsam viel vor!", sagt der Unternehmensgründer.

So soll etwa am Lido in Venedig auf über 48.000 Quadratmetern das Projekt "Mare" entstehen: Das MARE-Projekt ist die Entwicklung eines eHealth-Technologiezentrums in Venedig, Italien, das sich der Erforschung, Implementierung und Förderung innovativer Anwendungen und künstlicher Intelligenz für den medizinischen Sektor widmet.
 

Seit März 2022

Gernot Blümel hatte die Position des Superfund-CEO erst im März dieses Jahres übernommen und die Unternehmensgruppe mit Niederlassungen in Europa, den USA und Asien von Vaduz aus geleitet. Er sollte vor allem die internationale Expansion des Unternehmens vorantreiben.

Nur einen Monat nach seinem Ausstieg aus der Politik hatte Ex-ÖVP-Finanzminister Blümel - er ist Magister der Philosophie -  bei Superfund angedockt. "Superfund ist eine bekannte Marke in der globalen Finanzwelt, die in Österreich gegründet wurde. Deshalb freue ich mich besonders, künftig mit engagierten Menschen rund um den Globus zusammen zu arbeiten, um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben“, hatte Blümel damals zu seinem Wechsel in die Privatwirtschaft erklärt.

Nach Zürich übersiedelt

Blümel war für den neuen Job mit seiner Frau und den beiden Kindern von Wien nach Zürich übersiedelt.

Nun, nach nur zehn Monaten, ist wieder Schluss. "Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern und Kunden rund um den Globus für die gute Zusammenarbeit und vor allem bei Superfund-Gründer Christian Baha für sein Vertrauen in mich", so Blümel anlässlich seines Abschieds.  

Für Unternehmensgründer Christian Baha bleibt Blümel ein wertvoller Partner: "Gernot Blümel hat mit großem Engagement neue Sichtweisen und Ideen in die Superfund-Gruppe gebracht. Ich bin froh, dass er als Berater an Bord bleibt und damit die künftige Erfolgsgeschichte weiter mitschreiben wird", so Baha.  

Die Superfund Gruppe wurde 1995 von Christian Baha in Wien gegründet und ist zu einem international operierenden Fondanbieter angewachsen. 

Auch Köstinger bei Bahas Superfund-Gruppe

Bei Baha kam heuer im Herbst eine weitere frühere ÖVP-Ministerin unter.  Ex-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger - sie galt wie Blümel als enge Vertraute von Altkanzler und Ex-ÖVP-Chef Sebastian Kurz - trat erst am 1. September den Job als CEO bei Mountain-View Data an. Das ist ein FinTech-Unternehmen mit Sitz in ihrer Heimat in Kärnten und gehört ebenfalls Superfund-Gründer Baha.

Zuletzt kamen in der Branche Gerüchte auf, dass auch Köstingers Job zur Disposition stehen könnte.