McDonald's wirft Chef raus

Paukenschlag

McDonald's wirft Chef raus

Das Unternehmen zieht die Konsequenzen aus den Gewinneinbrüchen.

Der Chef der weltweit größten Fastfood-Kette McDonald's , Don Thompson, tritt Ende Februar ab. Nachfolger werde mit 1. März der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook, teilte der US-Konzern am Mittwoch mit.

Aktien legen zu
Easterbrook ersetze Thompson auch als Präsident und Mitglied des Boards. Er ist seit 1993 bei dem Unternehmen und war unter anderem Präsident von McDonald's Europe. McDonald's-Aktien legten nach Bekanntgabe der Personalie nachbörslich um drei Prozent zu.

Der 51-jährige Thompson gehört der Schnellrestaurant-Kette seit 1990 an. Seit Juli 2012 steht er an der Spitze des Konzerns. Sein Rücktritt sei keine große Überraschung, sagte Sara Senatore, Analystin bei Sanford Bernstein. "Vielleicht der Zeitpunkt, aber nicht die Tatsache als solche." Über Thompsons Rücktritt sei schon eine ganze Weile spekuliert worden.

Vergangene Woche hatte McDonald's nach einem kräftigen Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal eine Kürzung der Investitionen angekündigt. So sollen in diesem Jahr deutlich weniger neue Filialen eröffnet werden.

Schwieriges Geschäftsjahr

Die Fastfood-Kette hat vor allem wegen geschlossener Filialen in Russland, veränderter Konsumgewohnheiten in China und harter Konkurrenz auf dem Heimatmarkt ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der Gewinn ging 2014 um 14,8 Prozent zurück, der Umsatz fiel um 2,36 Prozent. Die Kette ist in mehr als hundert Ländern mit etwa 36.000 Restaurants vertreten.

Zahlen sanken

Der scheidende Konzernchef erklärte, er sei "zuversichtlich", dass sein Nachfolger das Unternehmen nach vorne bringen werde. "2014 war ein herausforderndes Jahr für McDonald's rund um den Globus", hatte Thompson bei der Vorlage der Zahlen eingeräumt. Zum ersten Mal seit 2002 sanken die weltweiten Verkäufe in Filialen, die mindestens ein Jahr am Markt sind. In Europa schwächelt McDonald's, in Asien leidet der Konzern unter einem Gammelfleisch-Skandal und auch im Mittleren Osten und Afrika geht der Absatz zurück.