TV-Comeback

"Das Kapitel ORF habe ich abgeschlossen"

Seitenblicke: Herr Borg, Sie starten mit einer neuen Sendung, was dürfen sich die Fernseh-Zuschauer erwarten?

Andy Borg: Für mich hieß das Motto bei der Konzeption dieser Sendung „Keine Experimente“. Die Zuschauer werden zu sehen und zu hören bekommen, was sie sich von Andy Borg erwarten. Das war auch der Grund, warum wir diese Sendung ganz unspektakulär „Beim Andy“ genannt haben – das sagt alles. Das ist österreichischer Dialekt, das horcht sich gemütlich an. Wenn jemand etwas anders will, dann schaltet er „Beim Andy“ sicher nicht ein.

Wofür steht denn „Beim Andy“?

Borg: Für einen gemütlichen Abend, wie ihn sich z. B. ein Floridsdorfer beim Heurigen vorstellt.

Wie entstand die Idee zu der Sendung?

Borg: Beim mir fragen immer wieder Sender und Produktionsfirmen an, ob ich an einer neuen Sendung interessiert bin. Aber bisher war kein passendes Konzept dabei. Dann kam die Mucky Degn von der Degn Film, und meine Frau Birgit und Managerin hat das Konzept gelesen und gemeint, mit denen musst du dich in Verbindung setzen, die wollen genau das Gleiche wie du. Das Ergebnis ist „Beim Andy“, eine Sendung, die zwar nicht in einer 3.000 Personen-Halle läuft, aber durchaus ein bisserl „stadelig“ wirkt, ein bisschen kleiner und gemütlicher halt.

So eine Sendung lebt auch von den Kontakten und der Erfahrung eines Teams.

Borg: Ja, das stimmt und wir haben „Beim Andy“ ja auch mit längjährigen „Stadl“-Kollegen umgesetzt, vom Regisseur über Kameraleute und Kostümbildner bis hin zum Shuttle-Busfahrer mit seinem Bulli. Das war wie ein Klassentreffen und wir haben die ganze Sendung richtiggehend aus dem Ärmel geschüttelt.

Der „Musikantenstadl“ war eine Live-Sendung, „Beim Andy" ist aufgezeichnet, was ist der große Unterschied?

Borg: Jetzt könnte ich mir meine eigene Sendung theoretisch selbst im Fernsehen anschaun, beim „Stadl“ ging das nicht. Ganz ehrlich, es gibt keinen großartigen Unterschied in der Arbeit und beim Ergebnis.

Wie geht es weiter? Ist das ein Versuchsballon oder sind schon mehrere Sendungen angesetzt oder wird auch überlegt, einen zweiten Sender ins Team zu holen?

Borg: All diese Dinge werden wir ab Montag, den 13. November, wenn wir wissen, wie „Beim Andy“ bei den Zuschauern angekommen ist, besprechen. Dinge, die  in der Zukunft liegen, habe ich auch bisher nicht gerne gesprochen. Auch für ATV ist es ja eine Art Experiment, mit meiner Sendung eine neue Publikumsgruppe anzusprechen.

Was sagen Sie zur Sendezeit 21.15 Uhr?

Borg: Das passt schon, wichtig ist, dass „Beim Andy“ gesendet wird und die Chance erhält, vom Publikum angenommen zu werden. Vor meiner Sendung läuft „Hubert und Staller“ und ich habe bei denen schon im Polizei-Kommissariat angerufen, dass sie bloss nicht überziehen sollen (lacht.)

Wie ist denn heute Ihre Befindlichkeit gegenüber dem ORF, der Sie ja eher ruckartig vom „Musikantenstadl“ abgezogen hat?

Borg: Dieses Kapitel habe ich für mich abgeschlossen. Das ist alles vorbei und überwunden. Auch, weil wir einfach in einer Zeit leben, in der die Zuschauer die unterschiedlichsten Möglichkeiten haben, sich dazu zu äußern und ihre Wünsche kundzutun, sei es über Facebook oder sonst einen Kanal. Die Zuschriften, die ich bekommen habe, haben in der Zeit natürlich auch gut getan.

Was wünschen Sie sich von der ersten Sendung, wie geht es jetzt weiter?

Borg: Natürlich, dass Sie beim Publikum gut ankommt und es weitere Ausgaben gibt. Alles andere wäre gelogen.

Interview: Albert Sachs

TV-Tipp: Beim Andy, Sonntag, 12. November, 21.15 Uhr, ATV.

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