ORF-Gesetz soll bis 18. Dezember stehen

ORF-Quoten erreichen neuen Tiefstwert

Krisenstimmung beim ORF: Mit nur noch 34 Prozent Marktanteil in den Kabel- und Sat.-Haushalten bei den Zusehern ab 12 Jahren hat der öffentlich-rechtliche Sender im Juli seinen bisherigen Tiefstwert vom Mai (35,2 Prozent) und Juni (35,0 Prozent) weiter unterboten. Zum Vergleich: Im Juli 2008 betrug der Marktanteil noch 37,6 Prozent.

ORF 1 erreichte im Juli überhaupt nur noch 11,5 Prozent und liegt damit klägliche 3,7 Prozent vor dem deutschen Privatsender SAT1, der im Juli in Österreich einen Marktanteil von 7,8 Prozent erreichte.

Zuwächse bei den Privatsendern

Steigerungen auf geringem Niveau konnte ATV im Juli verzeichnen: Der Privatsender kletterte von 2,6 (Juni) auf 2,8 Prozent – im Vergleich zum Juli 2008 ein Plus von 0,5 Prozent. Puls 4 konnte seine Marktanteile gegenüber Juli 2008 mehr als verdoppeln und liegt jetzt bei 1,8 Prozent.

ORF-Sprecher Pius Strobl führt den Rückgang weiter auf die EM zurück, die im Juni 2008 für Traumquoten (42,6 Prozent Marktanteil) sorgte. Außerdem liege man „in der gewöhnlichen Schwankungsbreite".

Werbekunden: „Wir liegen unter Plan"

Einen Rückgang verzeichnet Strobl auch bei den Werbekunden, begründet diesen aber nicht mit dem Sinken des Marktanteils, sondern der „allgemein miesen Buchungslage aufgrund der Krise sowie auf Dumpingpreise bei der Konkurrenz".