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Reader's Digest meldet Gläubigerschutz an

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Der Verlag des weltbekannten Magazins Reader's Digest hat in den USA Insolvenz angemeldet. Der Konzern aus dem US-Bundesstaat wolle versuchen, sich unter Gläubigerschutz nach "Chapter 11" des US-Insolvenzrechts zu sanieren, teilte die Reader's Digest Association mit.

Der Insolvenzantrag sei Teil eines zusammen mit den Gläubigern aufgestellten Plans zur Reduzierung der Schulden. Die Geschäfte in Kanada, Lateinamerika, Europa, Afrika, Asien, Australien und Neuseeland seien davon nicht betroffen.

Das Unternehmen aus dem Bundesstaat New York hatte Anfang vergangener Woche eine grundsätzliche Einigung mit einem Hauptteil seiner Gläubiger erzielt. Demnach soll ein Teil der Schulden von 1,6 Mrd. Dollar gegen Firmenanteile eingetauscht werden, wodurch die Geldgeber faktisch zum Eigentümer vom Reader's Digest werden.

Der Verlag war 2007 von einer Investorengruppe, geführt von Ripplewood Holdings, gekauft worden. Das Magazin Reader's Digest ist nach Konzernangaben die auflagenstärkste verkaufte Monatszeitschrift der Welt. Der Verlag besitzt Büros in 45 Ländern und veräußert zudem Bücher, Musiksammlungen und Videos. Der in Belgien börsennotierte Opel-Bieter RHJ ist aus Ripplewood Holdings hervorgegangen.

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