Merck investiert 9 Mio. Euro in Kärnten

Das deutsche Pharmaunternehmen Merck hat am Dienstag in der Kärntner Bezirksstadt Spittal/Drau ein analytisches Labor und die Erweiterung der Verpackungsanlage eröffnet. Rund 9 Mio. Euro wurden dafür investiert. Im Labor werden zehn zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, in der Verpackung kommen 30 neue Beschäftigte dazu.

Insgesamt arbeiten 320 Mitarbeiter in dem Spittaler Werk, das eine Tochtergesellschaft des deutschen Pharmakonzerns ist. "Damit sind wir der größte industrielle Arbeitgeber in der Region, erklärte der Leiter von Merck Spittal, Klaus Raunegger. 1996 hat das Unternehmen mit 75 Mitarbeitern begonnen. Mit den aktuellen Maßnahmen wurde die Produktionskapazität von 55 Millionen Packungen auf rund 70 Millionen Einheiten erhöht.

Darüber hinaus verlegte man die Qualitätskontrolle der Marken "Nasivin" und "Femibion" von der Zentrale im deutschen Darmstadt nach Kärnten. 2004 wurden 300 Millionen Tabletten produziert, 2014 sollen es 1,2 Milliarden Stück pro Jahr werden. Die Produktionskapazität beträgt nun 1,5 Milliarden Tabletten jährlich.

Merck Customer Health ist auch einer der führenden Anbieter von rezeptfreien pharmazeutischen Produkten in Österreich. "Ihr seid wichtig für uns", streute Udit Batra, CEO und Präsident der Sparte Consumer Health, den Spittalern Rosen. Rund 90 Prozent der in diesem Werk produzierten rezeptfreien Medikamente und Vitaminpräparate gingen in den Export, erläuterte er. In Spittal werden unter anderem Sonderformen, wie Dreischichttabletten, Dragees und Produkte mit kleinen Auftragsgrößen, sowie verschiedene Salben, Cremen und Flüssigkeiten hergestellt.

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Die neue Laborfläche beträgt 1.000 Quadratmeter auf drei Stockwerken, wobei eine Ebene freie Kapazität ist. "Wir können noch weiter wachsen", meinte Raunegger dazu. Und man werde jede Möglichkeit, die Sinn mache, nutzen. Investiert wurde auch in die Verkaufsniederlassung in Wien. Um 1 Mio. Euro wurde das Bürogebäude renoviert. 100 Mitarbeiter kümmern sich dort um den Verkauf der Produkte.