Neue OMV-Gas-Strategie in 6 bis 12 Monaten fertig

OMV-Chef Gerhard Roiss will die neue Gas-Strategie des Konzerns - nach der erfolgten Restrukturierung von "Refining und Marketing" (R&M) - "in sechs bis zwölf Monaten" fertig haben. Ob das auch den Verkauf von Assets wie der Tochter EconGas bedeuten könne, wollte Roiss im "WirtschaftsBlatt"-Interview (Freitag) noch nicht kommentieren. Erneut legte er ein Bekenntnis zur South Stream ab.

Er glaube, dass es "im Interesse des politischen Österreichs" sei, die von Russland über Südosteuropa bis zum Gasknoten Baumgarten (NÖ) geplante Gaspipeline hier enden zu lassen, sagte Roiss. Die Verhandlungen mit dem russischen Gasproduzenten Gazprom dazu habe er so geführt, wie er das immer kommuniziert habe, sagte der OMV-Chef: "Ich bin nicht bereit, in diesem Bereich weltpolitische Opportunitäten der einen oder anderen Richtung zu nutzen. Aber ich bin kein Dealer."

Zu einer möglichen Aufspaltung des Bereichs "Gas & Power" (G&P) und damit in Verbindung stehenden möglichen Personalien wollte sich Roiss nicht äußern. Nur soviel: "Die Gaswelt ist im Umbruch. Wir müssen unsere Strukturen an die neue Situation anpassen. Das ist also kein Thema von Personen. Wer auch immer im Management sitzt, muss sich danach richten."

Laut "Presse"-Bericht von Mitte August soll Roiss in einem Brief an den OMV-Aufsichtsratschef ÖIAG-Boss Rudolf Kemler die Aufspaltung in zwei größere Sparten gefordert haben, um den - so die Mutmaßung der Zeitung - "ungeliebten" Gas-Vorstand Hans-Peter Floren zu "entmachten".

Roiss dazu im "WirtschaftsBlatt": "Ich gehe sicher nicht auf persönliche Themen und Mutmaßungen ein. Ich habe die Firma immer sachlich geführt und das möchte ich so beibehalten. Ich würde nie das Verhältnis zu den Eigentümern in der Öffentlichkeit diskutieren. Das ist höchst unseriös."

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