OMV-Chef Roiss drängt EU zu schnelleren Gesprächen

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV fordert von der EU ein Festhalten an dem umstrittenen Pipeline-Projekt South Stream. "Die EU sollte die Gespräche über South Stream nicht beenden, sondern beschleunigen", sagte OMV-Chef Gerhard Roiss auf einer Veranstaltung in Brüssel.

Zwei Pipelines seien besser als eine. OMV war Anfang Mai in das vom russischen Gas-Monopolisten Gazprom angetriebene Projekt eingestiegen, durch das die Ukraine als Transitland umgangen werden soll. Die EU-Kommission steht dem Bau der Pipeline dagegen skeptisch gegenüber, weil die Vereinbarungen mit den betroffenen Ländern in Südeuropa nach ihrer Meinung gegen EU-Recht verstößt.

Russland hatte der Ukraine am Montag nach dem vorläufigen Scheitern von Verhandlungen über den Gas-Preis und der Begleichung von Schulden den Gas-Hahn zugedreht.

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