Neues Zentrum für Down Syndrom in Leoben
Bereits seit 2004 widmete sich das erste österreichische Down Syndrom-Institut in der Montanstadt der Förderung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit rund um die angeborene Chromosomenstörung. Weil dessen Räumlichkeiten bald zu klein wurden, erfolgte nun der Ausbau in ein "europaweit einzigartiges Zentrum", erklärte Initiator und Obmann des Vereins, Jürgen Wieser. Mangels konkreter öffentlicher Förderprogramme wurden die Kosten der ersten Ausbaustufe in Höhe von 600.000 Euro durch Spendenaktionen und Sponsoren aufgebracht.
Mit Einrichtungen wie einem "Rechengarten", "Geistesblitzweg" oder einer "Lese-Rallye" sollen in dem Zentrum neue Fördermöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit Down Syndrom geschaffen werden. In einem zweiten Schritt wollen die Verantwortlichen auch die Integration in den Arbeitsprozess fördern. In dem Zentrum soll dann ein Kaffeehaus mit einer Biobäckerei entstehen und gemeinsam mit der Caritas rund zehn Arbeitsplätze für Menschen mit Down Syndrom geschaffen werden.
Nach Angaben des Vereins leben in Österreich rund 8.000 Menschen mit Down Syndrom. Sie sind mit einem veränderten Chromosomensatz auf die Welt gekommen: Das Chromosom 21 ist nicht wie üblich zweifach, sondern dreifach vorhanden. Dies führt meist zu einer verzögerten körperlichen und geistigen Entwicklung bei Kindern mit Down Syndrom, deren Entwicklungspotenziale allerdings lange Zeit unterschätzt wurden.
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