Auf 100 Dollar

Öl-Schock: JETZT droht Preis-Hammer

Die Bank Barclays geht angesichts der Eskalation in Nahost von einem steigenden Ölpreis aus. 

"Die Ölmärkte könnten am Montag mit ihren schlimmsten Befürchtungen konfrontiert werden", hieß es in einem Bericht der Bank am Samstag. "Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass Brent 100 US-Dollar (84,71 Euro) erreichen könnte, da der Markt mit der Gefahr einer möglichen Versorgungsunterbrechung angesichts der sich zuspitzenden Sicherheitslage im Nahen Osten zu kämpfen hat."

Erst am Freitag - vor der militärischen Eskalation - hatte Barclays erklärt, der Ölpreis könnte angesichts der Spannungen rund um den Iran auf 80 Dollar stiegen. Die Preise waren bereits in den vergangenen Wochen geklettert. Am Freitag hatte sich Öl der Sorte Brent um rund zwei Prozent auf 72,48 Dollar pro Fass (159 Liter) verteuert. Am Samstag taxierten Handelsplattformen den Preis bei rund 80 Dollar.

Hormus-Sperrung Grund für Preisanstieg

Etwa ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls wird durch die Straße von Hormus zwischen Oman und Iran transportiert. Der Iran und andere Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) exportieren den größten Teil ihres Rohöls über die Meerenge, vor allem in Richtung Asien. Jede Störung würde entsprechend ein Risiko für die weltweite Ölversorgung bedeuten und den Preis potenziell steigen lassen.

Die britische Behörde für den Seehandel (UKMTO) hatte am Samstag nach der Eskalation mitgeteilt, bei ihr liefen Berichte über eine Schließung der Straße von Hormus ein. Mehrere Schiffe im Golf hätten Meldungen über eine Sperrung der Meerenge empfangen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Händlerkreise berichtet, einige große Ölkonzerne und Händler hätte ihre Transporte durch das Nadelöhr ausgesetzt.

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