Leichter Rückgang

Derzeit sind 404.709 Personen arbeitslos

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Rückgang um 900 Arbeitslose gegenüber vergangener Woche und 4.000 seit Ende September.

Die Arbeitslosenzahlen sind gegenüber dem vergangenen Montag um 900 und gegenüber Ende September um 4.000 gesunken. Derzeit sind 404.709 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt beträgt das coronabedingte Arbeitslosenplus aber noch 72.000.

"Im Vergleich zu Ende September können wir 4.000 Arbeitssuchende weniger verzeichnen. Dennoch steht uns in den kommenden Wochen und Monaten eine herausfordernde Zeit am Arbeitsmarkt bevor", kommentierte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP, Bild) die aktuellen Zahlen in einer Aussendung. "Mit der Verlängerung der Kurzarbeit und der Corona-Joboffensive sind wir dafür gut vorbereitet."

Neue Phase für Kurzarbeit

Aktuelle Daten zur Kurzarbeit will das Arbeitsministerium erst wieder Ende Oktober veröffentlichen. Der Grund dafür ist die derzeitige Übergangzeit von der Kurzarbeitsphase 2 auf 3. Ende September waren noch 295.000 Personen in Kurzarbeit, davon 130.000 in der Warenherstellung. Seit Anfang Oktober können Unternehmen die dritte Phase beantragen.

Ob es zu zahlreichen weiteren Kündigungen nach Auslaufen der zweiten Kurzarbeitsphase kommt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Die Liste der Firmen mit Stellenabbau wird derzeit aber immer länger. In den vergangenen Wochen häuften sich Meldungen zu Jobabbauplänen, unter anderem bei AVL List, Casinos Austria, Doka, FACC, Isovolta, Mahle, MAN Steyr, Mayr-Melnhof, Swarovski und voestalpine.

Kriterien verschärft

Die Kriterien wurden für die dritte Phase der Kurzarbeit verschärft. Somit muss beispielsweise mehr gearbeitet werden und die Betriebe müssen die Reduktion der Arbeitszeit rechtfertigen. Für betroffene Arbeitnehmer ändert sich somit nichts. Diese erhalten je nach Einkommen weiterhin zwischen 80 und 90 Prozent ihres Nettogehalts oder Lohns.

SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch forderte am Dienstag von der Regierung erneut einen Corona-Not-Ausbildungsfonds für junge Menschen. Es gebe einen starken Rückgang der angebotenen Lehrausbildungen im Bereich Tourismus, Transport und Verkehr, Industrie sowie Information und Consulting. "Viele Junge haben jetzt Existenzängste und wissen nicht, wie es weitergeht", so Muchitsch.

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