RWE schließt Essent-Kauf ab

RWE schließt Essent-Kauf ab

Deutschlands zweitgrößter Energieversorger hat die mehr als 7 Mrd. Euro teuere Übernahme der niederländischen Essent abgeschlossen.

Alle Essent-Anteilseigner haben das Kaufangebot angenommen. RWE ist damit nun alleiniger Eigentümer des Arnheimer Strom- und Gasanbieters.

Allerdings musste der Konzern seine ursprünglichen Einkaufspläne etwas abspecken. Essents 50-prozentiger Anteil am niederländischen Kernkraftwerk Borssele ist vorläufig nicht Bestandteil der Transaktion. Hier stehe noch eine endgültige gerichtliche Klärung aus, berichtete der Konzern.

Außerdem durfte Essent nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission seinen 51-prozentigen Anteil an den Stadtwerken Bremen nicht in die Transaktion einbringen. Dieser Desinvestitionsprozess laufe derzeit noch, berichtete RWE. Durch diese Einschränkungen und weitere Wertanpassungen sank das Transaktionsvolumen von ursprünglich mehr als 9 Mrd. Euro laut RWE auf rund 7,3 Mrd. Euro.

Die Übernahme von Essent ist dennoch eine der größten Akquisitionen in der RWE-Geschichte und macht den Essener Konzern auf einen Schlag zu einem der führenden Energieversorger in der Benelux-Region. Außerdem entstehe durch den Zusammenschluss ein europaweit führendes Energiehandelshaus und einer der stärksten Wettbewerber auf dem europäischen Gasmarkt, hieß es in Essen. Konzernchef Jürgen Großmann betonte, RWE und Essent seien "ein ideales Paar".