Rassismus-Debatte: Wieder Wirbel um 'Meinl'-Mohr

Diskussion um Logo

Rassismus-Debatte: Wieder Wirbel um 'Meinl'-Mohr

Zahlreiche Logos werden wegen Rassismus-Debatte geändert. Nun schwappt die Diskussion auch auf Österreich über.

Angesichts der anhaltenden Anti-Rassismus-Proteste in den USA und anderen Ländern der Welt geraten auch immer mehr Unternehmen aufgrund ihrer Logos in die Kritik. Einige Firmen haben schon reagiert. So soll etwa das Logo von Uncle Bens und Aunt Jemima geändert werden. Nun schwappt die Diskussion auch auf Österreich über. 
 

Diskussion um Meinl-Mohr

Einmal mehr geht es dabei um den Mohr von Meinl. Die Kunstfigur, die bereits 1924 vom österreichischen Plakatkünstler Joseph Binder geschaffen wurde, ist für viele rassistisch. Auf der offiziellen Homepage heißt es dazu: „ Das Julius Meinl Logo zeigt einen jungen Mann, der einen Fez, eine arabisch-türkische Kopfbedeckung in der Form eines stumpfen Kegels aus rotem Filz mit Quaste, trägt. Es ist eine Hommage an die Geschichte, wie der Kaffee nach Wien kam.“
 
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Obwohl das Logo in den letzten Jahren bereits geändert wurde und die Figur nun ganz in rot zeigt, wird für einige Produkte noch das klassische alte Design verwendet. So ist der Mohr bei der Premium Schokolade etwa noch schwarz.
 
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In den sozialen Medien werden nun die Stimmen lauter, die ein neues Logo fordern. Für viele ist der Meinl-Mohr ein Symbol für Rassismus und politisch inkorrekt. Ähnliche Diskussionen gab es bereits über „Negerküsse“ oder auch über den „Mohr im Hemd“, der sich noch auf zahlreichen Speisekarten befindet.