4.500 Lufthansa-Politen wollen mehr Geld

Pilotenstreik bei Lufthansa wieder möglich

Die Pilotengewerkschaft Cockpit schließt weitere Streiks bei der AUA-Mutter Lufthansa nicht aus. Nach Ablauf der vereinbarten Friedenspflicht in der Nacht zum Dienstag seien zwar im Lauf der Woche weitere Tarifgespräche mit dem Unternehmen geplant, teilte die Vereinigung Cockpit (VC) am Montagabend mit. Die Verhandlungen hätten sich in den vergangenen Tagen aber "äußerst schwierig" gestaltet.

Es gebe "keine Entwarnung". Die Gewerkschaft verwendete in der Mitteilung zwar nicht den Begriff "Streik", hat aber das Recht, an diesem Dienstag den Arbeitskampf wieder aufzunehmen.

Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, es gebe weiterhin Gespräche. Ende Februar waren durch den eintägigen Pilotenstreik Tausende Flüge ausgefallen. Ursprünglich wollten die etwa 4000 betroffenen Flugzeugführer sogar für vier Tage streiken, hatten sich aber dann vor Gericht mit Lufthansa auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen geeinigt.

In den Gesprächen ging es auf Anordnung des Frankfurter Arbeitsgerichts nur noch um die Gehälter der Piloten. Eine andere Forderung hatte die Gewerkschaft auf Druck des Gerichts gestrichen: Das Hauptziel der Lufthansa-Piloten war es ursprünglich, die befürchtete Verlagerung von Arbeitsplätzen in neu zugekaufte oder gegründete Töchter wie Lufthansa Italia zu vermeiden.