Polen verkaufte 10 Prozent des Versicherers PZU um 803 Mio. Euro

Die polnische Regierung hat einen Anteil von 10 Prozent am größten Versicherungskonzern des Landes PZU für insgesamt 3,17 Mrd. Zloty (806 Mio. Euro) verkauft. Die Aktien mit einem Stückpreis von 367 Zloty gingen zur Hälfte an inländische und ausländische institutionelle Anleger.

Polnische Medien hatten am Donnerstag zum ersten Mal über die Teilprivatisierung informiert, die Regierung verweigerte bis Freitag einen Kommentar. Schatzminister Aleksander Grad begründete dies damit, dass es sonst zu starken Kursschwankungen der Aktie gekommen wäre. Bei Privatisierungen ausschließlich im Bookbuilding-Verfahren "machen wir das im Geheimen", so Grad.

Der Staatsanteil an der PZU sinkt damit auf 35,2 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung bereits 29,9 Prozent des Unternehmens über die Börse privatisiert. Mit insgesamt 6,2 Mrd. Zloty erreichte die polnische Regierung damit inzwischen über 40 Prozent ihrer für heuer geplanten Privatisierungserlöse von 15 Mrd. Zloty.

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