EU-Strafe fiel niedriger als befürchtet aus

Q3: ABB erzielt Milliarden-Gewinn

Kostensenkungen und Aufträge aus der Energiebranche haben dem Schweizer Elektrotechnikkonzern einen hohen Gewinn beschert. Der Überschuss stieg um 12 % auf 1,03 Mrd. Dollar. Darin enthalten sind auch 380 Mio. Dollar aus der Auflösung von Rückstellungen, nachdem die Buße der EU in Zusammenhang mit der Bildung eines Kartells im Transformatorenmarkt tiefer als befürchtet ausgefallen war.

Der Auftragseingang sank allerdings um 21 % auf 7,06 Mrd. Dollar. ABB verwies auf Preisrückgänge als Folge der gesunkenen Rohstoffkosten und der rückläufigen Nachfrage. Besonders die Industrie- und Baukunden hätten weniger ausgegeben. Dagegen stiegen die Investitionen in die Strominfrastruktur weiter an. ABB ist der weltweit führende Produzent von Anlagen zur Stromübertragung und -Verteilung.

Erfolgreiche Kosteneinsparungen

Kosteneinsparungen im Einkauf und die Senkung der Verwaltungskosten führten im Quartal zu Einsparungen von rund 500 Mio. Dollar. Insgesamt hat der Konzern die Kosten im laufenden Jahr damit um rund 1 Mrd. Dollar gedrückt.

Der Ausblick für den restlichen Jahresverlauf 2009 und ins Jahr 2010 hinein bleibe unsicher. Angesichts der Wirtschaftskrise sei noch nicht abzusehen, wann und wie schnell die Investitionstätigkeit wieder anziehen werde. Analysten hatten für das dritte Quartal durchschnittlich einen Gewinn von 1 Mrd. Dollar und einen Auftragseingang von 7,16 Mrd. Dollar geschätzt.