Investitionen und Entwicklung von Biosprit fortgesetzt

Q3: Exxon Mobil verdient weniger

Durch den niedrigeren Ölpreis schmolz beim weltgrößten Ölkonzern der Überschuss von 14,8 auf 4,7 Mrd. Dollar. Dies entspricht einem Minus von 68 %. Im Vorjahr hatte der US-Konzern einen geringfügigen ao. Gewinn verbucht.

Die im Dow Jones notierte Aktie geriet im frühen Handel unter Druck und verlor mehr als 2 % auf 72,22 Dollar. Analysten hatten mehrheitlich mit einem höheren Quartalsgewinn gerechnet.

Trotz der weltweiten Wirtschaftsschwäche und der nachlassenden Nachfrage hat Exxon Mobil starke Ergebnisse vorgelegt und sein Investitionsprogramm fortsetzen können, sagte Chairman Rex Tillerson laut Mitteilung.

Im Laufe des Quartals nahmen etwa 2 große Erdgasfelder in Katar die Produktion auf. Darüber hinaus ging Exxon Mobil eine Kooperation ein, um sich auf dem Gebiet des Biosprits zu verstärken. Zusammen mit dem Biotech-Unternehmen Synthetic Genomics sucht Exxon Mobil nach Möglichkeiten, Treibstoff aus Algen zu gewinnen.

Auch die Aktionäre wurden im Quartal reichlich bedacht. Der Konzern kaufte in den vergangenen Monaten Aktien im Wert von 4 Mrd. Dollar zurück, wodurch der Wert der einzelnen Papiere steigt. 2 Mrd. Dollar wurden in Form von Dividenden ausgeschüttet.

Ölproduktion wieder leicht gestiegen

Die Ölkonzerne leiden weltweit unter der Wirtschaftskrise, in deren Folge der Ölpreis dramatisch eingebrochen ist. Die Unternehmen traten durchweg auf die Sparbremse, kappten Investitionen und verschoben Projekte. Inzwischen läuft bei vielen die Produktion von Öl und Gas aber wieder an. Auch Exxon Mobil verzeichnete im dritten Quartal einen Anstieg von knapp drei Prozent.

Exxon Mobil hat den Abschwung in der Ölindustrie bisher besser verkraftet als viele andere Konkurrenten. Mit einem Ausblick hielt sich das Unternehmen aber zurück. Der Chef des größten europäischen Ölkonzerns Royal Dutch Shell, Peter Voser, sagte zuvor, dass es zwar Anzeichen gebe, dass die Energienachfrage wieder anzieht, eine rasche Erholung sei aber nicht zu erwarten.

Seinen Sparkurs verschärfen muss auch der US-Konkurrent ConocoPhillips. In den kommenden 2 Jahren will das Unternehmen aus Texas Vermögenswerte in Höhe von 10 Mrd. Dollar verkaufen.