In Wien ist derzeit ein ungewöhnlicher Anblick unterwegs: Apple schickt Teams mit Kamera-Rücksäcken durch die Stadt. Ziel ist es, neue Bilddaten für den Kartendienst zu sammeln und die digitale Darstellung weiter zu verbessern.
Die Erhebung läuft laut Angaben sowie der Datenschutzbehörde seit Montag und soll noch bis zum 20. Juli andauern. Wer aktuell Personen mit auffälliger Ausrüstung sieht, beobachtet die Arbeiten für die Kartenfunktion "Look Around" aus nächster Nähe. Vor allem Orte, die mit Fahrzeugen schwer zugänglich sind, stehen dabei im Fokus.
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Fokus auf die Innenstadt
Ein zentrales Einsatzgebiet ist die Wiener Innenstadt. Besonders stark erfasst werden bekannte Bereiche wie die Kärntner Straße, der Stephansdom, die Hofburg und der Heldenplatz. Auch die Museen entlang der Ringstraße sowie der Rathauspark werden digital aufgenommen. Ziel ist es, Nutzern eine möglichst realitätsnahe Ansicht von Fußgängerzonen zu bieten.
Neben der Innenstadt sind zahlreiche Grünflächen Teil der Aktion. Dazu zählen unter anderem der Türkenschanzpark, der Wasserpark und die Donauinsel im Bereich zwischen Nord- und Praterbrücke. Auch das Gänsehäufel sowie die Umgebung des Ernst-Happel-Stadions stehen auf der Liste. Zusätzlich werden wichtige Verkehrsknoten wie der Hauptbahnhof und der Praterstern erfasst.
Datenschutz bleibt Thema
Beim Schutz persönlicher Daten setzt Apple auf automatische Maßnahmen. Gesichter und Autokennzeichen werden auf den später veröffentlichten Bildern unkenntlich gemacht. Zudem können Betroffene beantragen, dass auch Gebäude oder andere Details nachträglich verpixelt werden. Neben den speziellen Rücksäcken kommen vereinzelt auch mobile Geräte wie iPhones oder iPads zum Einsatz, um die Qualität des Kartenmaterials weiter zu verbessern.