Angebot über 35 Mio. Euro für Quelle zu gering

Quelle-Forderungen gehen an deutsche infoscore Portfolio Management

Nach dem endgültigen "Aus" für den Linzer Versandhändler "Quelle" hat Masseverwalter Erhard Hackl heute, Donnerstag, die offenen Kundenforderungen versteigert. Sie gehen an die Firma infoscore Portfolio Management GmbH mit Sitz in Deutschland. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie Hackl am Abend mitteilte.

Bei den Forderungen handelt es sich um Ratenzahlungen von Quelle-Kunden, die noch bis zu 60 Tage laufen. Ihr Wert liegt bei rund von 68 Mio. Euro. Ziel des Masseverwalters war, für die Gläubiger nach Abzug aller Kosten rund 58 % des Werts, also etwa 40 Mio. Euro, einzuspielen, ansonsten hätte er die Eintreibung der Forderungen in Eigenregie übernommen.

Das Verkaufsergebnis muss nun noch vom Gläubigerausschuss und dem Gericht akzeptiert werden. Mit einer Entscheidung wird kommende Woche gerechnet.

Dem Vernehmen nach soll es zwei bis drei Interessenten gegeben haben. Ex-Investmentbanker Michael "Mike" Lielacher, der im Februar ein Angebot abgegeben hatte, dürfte jetzt nicht mehr darunter gewesen sein. Er hatte für die Kundenforderungen 35 Mio. Euro geboten. Dies war für den Masseverwalter "völlig indiskutabel".