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14 Tage Zeit

Red Zac plant Kauf von Cosmos

Der Elektrohändler Cosmos hat am Donnerstag Konkurs angemeldet, eine Massenkündigung steht bevor. Trotzdem werden Investoren gesucht.

Der angestrebte Ausgleich ist gescheitert, der neue Eigentümer der Elektrohandelskette Cosmos, der Tiroler Unternehmer Markus Stauder, hat nun endgültig einen Konkursantrag gestellt. Im ersten Schritt werden österreichweit 10 der 27 Filialen geschlossen. Alle 1.160 Mitarbeiter wurden beim AMS zur Kündigung angemeldet, für die rund 40 Lehrlinge werden Stellen in branchennahen Betrieben gesucht.

Aber es gibt noch Hoffnung: Der designierte Geschäftsführer Robert Knobl verhandelt mit einer Reihe von Interessenten – allerdings nur über die Übernahme eines reduzierten Teils des Unternehmens. Unter den Interessenten laut ÖSTERREICH auch ein oberösterreichischer Red-Zac-Händler. Der potenzielle Investor soll "Cosmos neu" mit der für die Fortführung notwendigen Finanzierung ausstatten.

Masseverwalter Karl Engelhart gibt einem potenziellen Investor 14 Tage für ein vertragsreifes Angebot Zeit – sonst wird das Unternehmen liquidiert. Diese Investorengruppe – Media Markt/Saturn-Gruppe soll nicht interessiert sein, dafür einige Private und Beteiligungsgesellschaften – solle überzeugt werden, Cosmos neu mit der nötigen Finanzierung auszustatten. Damit könnten etwa 500 Arbeitsplätze erhalten werden.

Jetzt ist ein Abverkauf geplant, bei dem die verbliebene Ware zu reduzierten Preisen angeboten wird. Damit soll die Liquidität verbessert werden – die Passiva werden auf 40 Mio. Euro geschätzt. Alle Cosmos-Gutscheine sind wertlos, sie werden nicht mehr eingelöst. Im Konkurs könne man laut Konsumentenschützern jedoch einen Ersatzanspruch stellen.

Elektromarkt. Die Marktanteile am Elektromarkt ändern sich durch die Insolvenz laut WKO-Obmann Wolfgang Krejcik nicht gravierend: Am Gesamt-Branchenumsatz von rund 4 Mrd. Euro hätte das Unternehmen zuletzt nur einen niedrigen einstelligen Prozentanteil gehabt. Unangefochtener Markführer bleibt die Mediamarkt/Saturn-Gruppe.

Nach Angaben des AKV sollen folgende unrentable Filialen in Wien, Niederösterreich, Salzburg, Kärnten und im Burgenland geschlossen werden:

1. 1100 Wien, Keplerplatz 14
2. 1020 Wien, Olympiaplatz 2
3. 1070 Wien, Mariahilferstraße 120
4. 1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 96a
5. 1190 Wien, EKZ Interspar, Grinzinger Str. 112
6. 2700 Wiener Neustadt, FMZ Centro, Josef Feichtinger G. 8
7. 3100 St. Pölten, Daniel Gran Straße 13
8. 7501 Unterwart, Steinamangerer Bundesstraße 323
9. 5020 Salzburg, ZIB, Fürbergstraße 18
10. 9500 Villach, ATRIO Kärntner Straße 34