Ryanair: Mehr Zugeständnisse für Aer-Lingus-Übernahme

Prüfungsfrist seitens der EU-Kommission verlängert.

Europas größter Billigflieger Ryanair will mit weiteren Zugeständnissen den Wettbewerbshütern ihre Bedenken gegen die Übernahme von Aer Lingus nehmen. Die Europäische Kommission reagierte am Mittwoch mit einer Verlängerung der Frist für die Prüfung des Vorhabens. Diese wird nun eine Woche länger bis zum 6. März dauern. Ryanair will den heimischen Rivalen für 694 Mio. Euro übernehmen.

Der Billigflieger habe der Kommission angeboten, 43 Strecken an die britische Fluglinie Flybe abzugeben, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem solle Aer Lingus am Londoner Flughafen Heathrow drei Verbindungen an British Airways abtreten.

Flybe bestätigte, dass die Fluglinie Gespräche über die mögliche Übertragung von Flugzeugen und Strecken führt. Die Airline hatte erst am Mittwoch die Streichung von 300 Jobs angekündigt. Damit fallen rund zehn Prozent der Stellen weg.

Ryanair versucht bereits zum dritten Mal Aer Lingus zu kaufen: 2007 untersagten die EU-Wettbewerbshüter den Kauf. Zwei Jahre später gab Ryanair-Chef Michael O'Leary nach hartem Widerstand von Aer Lingus einen weiteren Versuch auf.