Siemens bleibt nach Osram-Börsengang laut "Handelsblatt" weiter Großaktionär

Der Elektrokonzern Siemens will Medienberichten zufolge auch nach einem Börsengang der Lichttochter Osram dort maßgeblichen Einfluss behalten. Siemens werde wohl eines Tages die Mehrheit abgeben, aber "ein stabiler Aktionär bleiben", berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Damit sei auch die Zustimmung der Arbeitnehmerseite bei der entscheidenden Aufsichtsratssitzung einfacher zu erreichen.

Nach Informationen aus Branchenkreisen wollte das Gremium am Montag zusammenkommen, um über die Neuordnung zu beraten. Siemens selbst wollte sich bisher nicht dazu äußern. Seit Tagen wird darüber spekuliert, dass der Aufsichtsrat unter anderem über den Börsengang von Osram entscheiden soll. Laut "Handelsblatt" ist dieser Schritt frühestens für den Herbst geplant. Es wäre einer der größten Börsengänge seit mehreren Jahren in Deutschland. Osram machte zuletzt einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro.