Siemens könnte Partnerschaft mit Stadler prüfen

Siemens prüft einem Medienbericht zufolge eine engere Zusammenarbeit mit dem Schweizer Zughersteller Stadler. In der Diskussion sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, in dem alle Geschäfte im Nah- und Fernverkehr gebündelt werden, berichtet die "WirtschaftsWoche".

Siemens-Chef Peter Löscher und Peter Spuhler, Geschäftsführer der Stadler Rail Group, hätten schon mehrfach miteinander gesprochen. Siemens lehnte einen Stellungnahme ab. In Österreich hat Stadler unter anderem die Westbahn mit Zuggarnituren beliefert.

Initiator der Gespräche ist laut "WirtschaftsWoche" vor allem Stadler-Inhaber Spuhler. Bei Siemens stößt sein Vorpreschen auf Interesse, berichtet das Magazin. Eine engere Kooperation wäre ein Baustein des Sparprogramms "Siemens 2014". Die Sparte Infrastruktur und City, unter der das Zuggeschäft zusammengefasst ist, hatte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Verspätungen bei der Lieferung von ICE-Zügen und Bahnen für den Ärmelkanaltunnel kosten Siemens Hunderte Millionen Euro. Für ihre Güterflotte bestellte die leidgeprüfte Deutsche Bahn jüngst neue Loks lieber beim Konkurrenten Bombardier.

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