Slowakei schließt Strabag von Staatsaufträgen aus

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Weil sie sich bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in der Slowakei mit Konkurrenten abgesprochen hat, ist die Strabag von der staatlichen Beschaffungsbehörde UVO von der Vergabe von Staatsaufträgen auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen worden. Das berichtete die Presseagentur SITA am Mittwoch.

Auch die slowakische Baufirma Doprastav wurde von der öffentlichen Auftragsvergabe ausgeschlossen. Vier weitere Baufirmen, die sich vor neun Jahren ebenfalls an der Kartellabsprache beim Bau des Autobahnabschnitts Mengusovce - Janovce beteiligt haben, dürften auch auf diese Weise abgestraft werden. Das slowakische Höchstgericht hatte die Kartellsünder Ende letzten Jahres zu einer Rekordstrafe von insgesamt 45 Mio. Euro verpflichtet, das Urteil ist im März rechtskräftig geworden.

Wie lange die Betroffenen auf der "schwarzen Liste" bleiben werden, hat die Beschaffungsbehörde nicht konkretisiert, Rechtsexperten in der Slowakei gehen von drei bis fünf Jahren aus. Die Entscheidung ist auch noch nicht rechtskräftig, die Unternehmen können Berufung einlegen.

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