Getragen von einem anhaltend hohen Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Rechenzentren hat AMD das zehnte Quartal in Folge einen überraschend hohen Umsatz erzielt.
Das Wachstum dieses Geschäftsbereichs werde sich dank größerer Fertigungskapazitäten beschleunigen, prognostizierte Lisa Su, die Chefin des Chipkonzerns, am Dienstag. Zudem überträfen die Investitionsziele der Kunden ihre ursprünglichen Erwartungen.
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"Dank einer zunehmenden Zahl von Großprojekten gewinnen wir Klarheit über unsere Wachstumsaussichten." AMD-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 5,5 Prozent.
Quartalszahlen über den Erwartungen
Für das laufende Quartal peilt der US-Konzern einen Umsatz von 10,9 bis 11,5 Milliarden Dollar an. Gemessen am Mittelwert bedeute dies ein Plus von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die bereinigte operative Gewinnmarge werde voraussichtlich bei 56 Prozent liegen. In den vergangenen drei Monaten kletterten die Erlöse weiteren Angaben zufolge um 38 Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar und die Umsatzrendite um einen Prozentpunkt auf 55 Prozent. Der Reingewinn stieg um mehr als 40 Prozent auf 1,37 Dollar je Aktie. Alle diese Kennziffern lagen über den Analystenprognosen.
AMD ist der weltweit zweitgrößte Anbieter von KI-Prozessoren hinter Nvidia. Gleichzeitig feiern klassische Zentralprozessoren (CPUs) in Rechenzentren ein Comeback. Diese werden unter anderem dazu genutzt, um die Arbeit der KI-Hochleistungschips (GPUs) zu koordinieren. Zudem kommen sie verstärkt bei der Bearbeitung von KI-Anfragen zum Einsatz, während GPUs ihre Stärken beim Training von ChatGPT & Co ausspielen. AMD und Intel beherrschen den Markt für CPUs, deren Varianten auch in handelsüblichen PCs verbaut werden.
AMD hat sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Lieferverträge für die Ausrüstung von Rechenzentren gesichert. Allein die Facebook-Mutter Meta bestellte Prozessoren im Volumen von 60 Milliarden Dollar.