Nach GP von Miami

Knalleffekt: Verstappen und Leclerc kassieren Strafe

Paukenschlag nach dem Grand Prix von Miami: Sowohl Max Verstappen als auch Charles Leclerc wurden nachträglich bestraft.  

Der Niederländer kassierte für das Überfahren der Linie am Boxenausgang eine 5-Sekunden-Strafe, der Monegasse für das Abkürzen der Strecke in der letzten Runde sogar eine 20-Sekunden-Strafe. 

Während sich für Verstappen nichts ändert - er bleibt Fünfter - fällt Leclerc auf Platz 8 zurück.

Antonelli siegt

Der Sieg in Miami ging an Mercedes-Pilot Kimi Antonelli. Im wegen befürchteter Unwetter um drei Stunden vorverlegten Rennen gewann der 19-jährige Italiener am Sonntag in Florida knapp vor Weltmeister und Sprint-Sieger Lando Norris im McLaren. Oscar Piastri komplettierte das Podium (McLaren) mit Respektabstand als Dritter, Max Verstappen (Red Bull) wurde hinter George Russell (Mercedes) Fünfter. 

Antonelli
© Getty

Nach dem vierten Saisonrennen, dem ersten nach einer fünfwöchigen Zwangspause wegen des Iran-Kriegs und der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien, führt Antonelli die WM-Wertung nun 20 Punkte vor Russell an. "Das ist nur der Anfang, es ist noch ein weiter Weg", sagte ein schweißüberströmter Antonelli, der als erster Fahrer der F1-Historie seine ersten drei Rennen jeweils von der Poleposition gewann. "Das Team hat eine großartige Leistung gezeigt, ohne sie wäre ich jetzt nicht hier. Ich werde das jetzt genießen und dann weitermachen."

Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte seinen Schützling naturgemäß. "Kimi fährt so wie in Kart-Zeiten oder in der Formel 4. Das war heute dominant, immer unter Kontrolle", sagte der Wiener im ORF. "Es ist schon gut, weil viele so gezweifelt haben, ob es der richtige Schritt war. Jetzt beginnt er, wirklich ins Fahren zu kommen." 

Gemischte Gefühle bei Norris

Norris hatte das Rennen im wiedererstarkten McLaren zeitweise angeführt, die Spitzenposition wegen eines früheren Boxenstopps von Antonelli aber verloren. Deswegen hatte der Titelverteidiger gemischte Gefühle. "Der Sieg war möglich", betonte der Brite. Er sei wegen des sogenannten Undercuts "am Boden zerstört", nehme es aber hin. "Kimi hat einen guten Job gemacht. Ich muss glücklich sein." Das Papaya-Team konnte nach dem Doppelsieg im Sprint zufrieden Bilanz ziehen. "Wir waren wieder einen Schritt näher dran, das ist schön zu sehen", sagte Piastri.

Ferrari-Fahrer Charles Leclerc verlor nach einem Dreher kurz vor Ende noch zwei Positionen, einige Stunden nach dem Rennen ging es um zwei weitere Plätze auf Rang acht zurück. Da der Monegasse mit seinem beschädigten Boliden die Strecke mehrmals verlassen und damit einen Vorteil erlangt hatte, brummten ihm die Stewards eine 20-Sekunden-Strafe auf. Teamkollege Lewis Hamilton erbte deshalb Rang sechs. Verstappen kassierte indes eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen des Überfahrens der weißen Linie bei der Boxenausfahrt, der Niederländer verlor dadurch aber keine Position.

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