Regierungs-Pläne

Warum der Kroatien-Urlaub jetzt richtig teuer werden könnte

Kroatien passt seine Regeln für Ferienunterkünfte an. Ein Reformpaket soll illegale Vermietungen stoppen und für mehr Qualität im Tourismus sorgen. 

Kroatien gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Europa und bringt für die Saison 2026 mehrere Neuerungen. Tourismus- und Sportminister Tonči Glavina hat einen Gesetzentwurf vorgestellt, der illegale Kurzzeitvermietungen eindämmen und Qualitätsstandards anheben soll.

Einheitliches Registrierungssystem

Kernstück der Reform ist ein verpflichtendes Registrierungssystem. Jede Ferienwohnung, jedes Zimmer und jedes Apartment soll künftig eine eigene Registrierungsnummer erhalten. Plattformen wie Airbnb oder Booking.com dürfen Angebote ohne diese ID nicht mehr listen. Für Urlauber bedeutet das mehr Sicherheit, da Unterkünfte offiziell geprüft sind.

Neue Fristen für Bewertungen

Private Unterkünfte wie Zimmer, Wohnungen oder Ferienhäuser müssen alle zehn Jahre neu kategorisiert werden. Für Hostels, Lodges und Pensionen gilt ein Zeitraum von fünf Jahren. Hotels und Campingplätze werden künftig ebenfalls alle fünf Jahre überprüft. Ziel ist es, dass Sterne-Bewertungen den tatsächlichen Standard widerspiegeln.

Strengere Regeln im Alltag

Auch in der Gastronomie sind Änderungen geplant. Der Ausschank und Konsum von Energy-Drinks in Lokalen soll verboten werden, um den Jugendschutz zu stärken. Wer die Kurtaxe nicht abführt, muss künftig mit dem Entzug der Betriebserlaubnis rechnen.

Zentrale Verfahren geplant

Alle Genehmigungen sollen über ein digitales Register laufen, um Abläufe zu vereinfachen. Für bestehende Unterkünfte sind Übergangsfristen vorgesehen. Hintergrund der Reform ist auch eine neue EU-Verordnung zu Kurzzeitvermietungen sowie das Ziel, Wohnraum für Einheimische leistbarer zu machen.

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