Rom greift durch

Bürger sollen jetzt selbst gegen Plage kämpfen

Italien rüstet sich für die nächste Mücken-Welle: In Rom hat die Stadt jetzt drastische Maßnahmen beschlossen und nimmt dabei auch die Bevölkerung in die Pflicht. 

Mit einer eigenen Verordnung will die Hauptstadt Italiens die Ausbreitung der Insekten eindämmen. Hintergrund ist die Sorge vor Krankheiten und einer immer stärkeren Vermehrung der Mücken in den warmen Monaten. 

Bürger müssen selbst handeln 

Die Regeln betreffen nicht nur Behörden, sondern auch Privatpersonen: Wasseransammlungen sollen konsequent vermieden werden, da sie ideale Brutstätten sind. Zusätzlich sollen Bürger gezielt gegen Larven vorgehen, etwa mit biologischen Mitteln. Auch auf Balkonen und Terrassen wird eingegriffen: Lose Gegenstände, in denen sich Wasser sammeln kann, sollen entfernt, fest installierte Behälter abgedeckt werden. Dauerbewässerung ist möglichst zu reduzieren, um stehendes Wasser zu verhindern. Zudem müssen Dachrinnen regelmäßig gereinigt werden, damit sich dort keine Brutplätze bilden.

Gefahr durch Krankheiten

Der Hintergrund ist ernst: Bestimmte Mückenarten können Krankheiten übertragen, die sich in Europa zunehmend ausbreiten. Gerade die invasive Tigermücke sorgt immer wieder für Sorgen bei Behörden. Mit der neuen Regelung will Rom vorbereitet sein, bevor die Situation außer Kontrolle gerät. Ziel ist es, die Population bereits im Frühstadium zu reduzieren, bevor sie sich im Sommer explosionsartig vermehrt.

Klar ist: Im Kampf gegen die Mücken reicht es nicht mehr, nur auf staatliche Maßnahmen zu setzen, jetzt sind auch die Bürger gefragt.

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