Umzug nach Indien

Milliardärssohn will Escobars Tiere retten

Ein bizarrer Streit um Drogenboss Pablo Escobars Vermächtnis sorgt weltweit für Aufsehen: Hunderte Flusspferde sollen getötet werden. Doch jetzt greift ein indischer Milliardärssohn ein. 

Die Tiere stammen ursprünglich aus Escobars Privat-Zoo in den 1980ern. Nach seinem Tod wurden sie sich selbst überlassen und vermehrten sich rasant. Heute leben rund 200 Flusspferde in Kolumbien, weit mehr als ursprünglich gedacht.

Tiere werden zur Gefahr

Was einst als skurriles Erbe galt, ist längst ein Problem: Die Tiere zerstören Ökosysteme, verdrängen heimische Arten und können sogar für Menschen gefährlich werden. Deshalb plant die Regierung, etwa 80 Tiere töten zu lassen. Doch genau das sorgt jetzt für heftige Kritik.

Pablo Escobar
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Rettungsplan aus Indien

Anant Ambani, Sohn eines der reichsten Männer Asiens, will die Tiere retten. Sein Vorschlag: Die Flusspferde sollen in ein riesiges Tierreservat in Indien gebracht werden, als „humane Lösung“. Er betont, die Tiere hätten sich ihre Situation nicht ausgesucht und verdienten eine zweite Chance. Der Plan sieht vor, rund 80 Tiere nach Gujarat umzusiedeln.

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Doch der Plan ist kompliziert: Schon frühere Umsiedlungsversuche scheiterten an Kosten, Logistik und Bürokratie. Außerdem ist unklar, ob die Tiere sich überhaupt an ein neues Umfeld in Indien anpassen können. Trotzdem könnte das Millionenprojekt ein Wendepunkt sein, im wohl verrücktesten Tier-Drama der Welt.

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