Teak Holz

Nach 9 Monaten

Teak Holz mit kaum Umsatz, aber mehr Ertrag

Nur Erlöse von 98.000 Euro erzielt, weil kein Handel mit Teakrundholz.

Die börsenotierte Teak Holz International AG (THI) mit Sitz in Linz hat in den ersten neun Monaten 2011/12 (1. Oktober bis 30. Juni) kaum Umsätze erzielt. Die Erlöse beliefen sich auf 98.000 Euro, nach 1,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die geringen Umsätze im Vergleich zum Jahr davor sind laut dem Unternehmen auf den fehlenden Handel mit Teakrundholz zurückzuführen. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 7,9 Mio. nach 5,5 Mio. Euro. Diese ungeprüften Zahlen gab Teak Holz am Donnerstag ad hoc bekannt. Mit den ersten Ernten eigener Plantagen rechnet das Unternehmen "voraussichtlich ab dem Jahr 2016".

Im dritten Quartal erzielte Teak Holz gar keinen Umsatz. Die im laufenden Geschäftsjahr begonnenen Plantagedienstleistungen für externe Geschäftspartner sollen aber ab dem vierten Quartal regelmäßige Umsätze liefern.

Die Ertragssteigerung seien auf das "sehr gute Baumwachstum" im April bis Juni, positive Dollar-Euro-Wechselkurseffekte und Kosteneinsparungen zurückzuführen, betonte das Unternehmen. Teak Holz verfügt derzeit über Teakwälder an der costa-ricanischen Pazifikküste mit einer Fläche von rund 1.934 Hektar und 2 Millionen Bäumen. Der Wert der Teak-Bäume soll in den vergangenen 9 Monaten um 9,7 Mio. Euro gestiegen sein. Das Unternehmen beschäftige per Ende Juni 58 Mitarbeiter in Costa Rica und 9 Personen in Österreich.

"Doch trotz der Kostenoptimierung geht die Geschäftsleitung aufgrund der Planungsrechnung davon aus, dass der operative Cash-Flow zum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 negativ sein wird", schreibt das das Unternehmen in seinem Quartalsbericht.

Im Herbst 2011 war Teak Holz auf einer geplanten Kapitalerhöhung sitzengeblieben. Nach dreimaliger Verlängerung der Zeichnungsfrist musste die börsenotierte oberösterreichische Firma ihre geplante Aktienemission (an institutionelle Anleger) abblasen. Das frische Kapital sollte damals für den Kauf neuer Plantagenflächen in Costa Rica eingesetzt werden.

Per Ende Juni hielt die Hörmann-Privatstiftung 33,9  Prozent an Teak Holz, Klaus Hennerbichler rund 19  Prozent und die Erste Sparinvest Kapitalanlagegesellschaft rund 5,4 Prozent. Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz.