Hohe Energiepreise: Deckel für Strompreis

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Hohe Energiepreise: Deckel für Strompreis

Wifo-Chef Gabriel Felbermayr spricht im oe24.TV-Interview zur Teuerung. 

oe24.tv: Sie haben einen Deckel auf die Stromrechnungen gefordert, das wurde zum Rettungsanker für die Regierung …

Gabriel Felbermayr: Ja, es freut mich natürlich, dass ein Konzept, das vom Wirtschaftsforschungsinstitut eingebracht wurde, aufgegriffen wird. Das fühlt sich gut an.

oe24.tv: Was ist Ihr konkreter Vorschlag?

Felbermayr: Es geht um zwei Dinge gleichzeitig. Einerseits ist es wichtig, dass die Knappheitssignale in Form hoher Preise für Gas und Strom wahrgenommen werden. Gleichzeitig müssen wir aber verhindern, dass die Rechnungen der Menschen ins Unermessliche explodieren. Das kann man tun, ­indem man einen Teil der Stromrechnung bezuschusst, die Kosten verträglich macht. Ein gewisser Anteil des Stromverbrauchs des Vorjahres könnte als Freistrom hergegeben werden. Der Rest soll zu Marktpreisen verrechnet werden. Wir haben einerseits die soziale Sicherung, anderseits die Einsparanreize.

oe24.tv: Gilt das für Strom- und für Gaspreise?

Felbermayr: Man könnte es auch beim Gas anwenden. Die Frage ist: Soll man es tun? Schließlich wurde auch Heizöl teurer, und Leute, die mit Pellets heizen, haben auch hohe Kostensteigerungen. Deshalb muss es vorerst für den Strom eine praktikable ­Lösung geben.