ThyssenKrupp kommt bei Kartell-Strafe um 160 Mio. Euro billiger davon

Dem deutschen Mischkonzern ThyssenKrupp fließen nach der Reduzierung einer EU-Kartellstrafe rund 160 Mio. Euro in die Kasse. Der Europäische Gerichtshof urteilte am Mittwoch, dass wegen der Beteiligung an einem Aufzugs-Kartell nur eine Strafe von 319 Mio. Euro statt der 2007 verhängten 480 Mio. Euro angemessen sei.

In der damaligen Entscheidung der EU-Kommission sei ThyssenKrupp zu Unrecht als Wiederholungstäter eingestuft worden, wodurch die Geldbuße um 50 Prozent erhöht wurde. Die übrigen Kartellstrafen von rund 630 Mio. Euro für die Aufzughersteller Otis, Schindler und Kone behielt das EU-Gericht.

Den Unternehmen war vorgeworfen worden, durch Absprachen die Märkte aufgeteilt zu haben. So konnten sie Aufträge für den Verkauf, die Montage, die Wartung oder die Modernisierung von Aufzügen und Rolltreppen an Land ziehen.

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