68.000 Beschäftigte

Trotz Rekord-Banken-Gewinnen droht KV-Plus unter Inflation

Die erste Verhandlungsrunde für die rund 68.000 Angestellten des Finanzsektors ging in der Nacht auf heute nach fünf Stunden ergebnislos zu Ende.  

Von den Arbeitgebern wurde kein Angebot vorgelegt, klagt die Gewerkschaft GPA. Die Gewerkschaft fordert: Neben einer dauerhaften und linearen Erhöhung der Mindestgehälter über der Inflationsrate einen zusätzlichen persönlichen Freizeittag für gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sowie das Recht auf Stundenaufstockung für Teilzeitbeschäftigte.

Drittbeste Jahr der Geschichte 

„Alle bisher veröffentlichten Daten bestätigen dem Finanzsektor das drittbeste Jahr seiner Geschichte. Gerade deshalb ist es unverständlich, dass die Arbeitgeberseite einen Abschluss über der Inflationsrate pauschal ausschließt“, sagt Wolfgang Pischinger, Chefverhandler der Gewerkschaft GPA und Zentralbetriebsrat der OBERBANK. „Beide Seiten sind sich einig, dass es sich beim Finanzsektor um keine Krisenbranche handelt. Trotzdem liegen die Vorstellungen von einem fairen Abschluss weit auseinander“, so Pischinger weiter.

Stabilität der Gesamtwirtschaft 

Seitens der Arbeitgeber verwies man auf die Verantwortung des Finanzsektors für die Stabilität der Gesamtwirtschaft. Auch der Kanzler forderte zuletzt Lohnzurückhaltung.

Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA, sagt: „Wir sehen nun erstmals einen leichten Aufschwung. Gerade in dieser heiklen Phase wäre es zutiefst unverantwortlich Verunsicherung ohne jede Grundlage zu schaffen.“

In der nächsten Verhandlungsrunde am 17. März erwarte man sich ein faires Angebot, das diese Leistung widerspiegelt.

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