UniCredit friert Pläne für Gründung neuer Bank in Libyen ein

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Angesichts der dramatischen Entwicklungen in Libyen friert die UniCredit ihre Pläne im nordafrikanischen Land ein, in dem sie kürzlich eine Banklizenz erhalten hatte. Schon in den kommenden Monaten wollte die Bank Austria-Mutter mit der libyschen Regierung eine Bank gründen, an der sich die Italiener mit einer 49-prozentigen Mehrheit beteiligen wollten.

Wegen der Unruhen in Libyen seien sechs UniCredit-Manager, die sich mit dem Projekt im nordafrikanischen Land befassten, wieder nach Mailand zurückgerufen worden, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero".

Libysche Teilhaber sind im vergangenen Sommer zum stärksten Aktionär von UniCredit aufgerückt. Der Gouverneur der libyschen Zentralbank, Farhat Omar Bengdara, sitzt im UniCredit-Aufsichtsrat. Schon 2008 hatte UniCredit Interesse für die Eröffnung einer Vertretung in Tripolis signalisiert, das Projekt war jedoch nicht umgesetzt worden. Staatliche libysche Aktionäre halten 7,6 Prozent an UniCredit.

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