US-Börsen zur Eröffnung mit Verlusten erwartet

Enttäuschende Quartalszahlen der größten US-Bank JPMorgan dürften den US-Markt zum Wochenschluss weiter belasten. Bereits tags zuvor waren die US-Indizes nach zwei freundlicheren Tagen wieder massiv abgerutscht.

Der Future auf den Dow Jones Industrial deutete eine halbe Stunde vor Börsenstart für den Leitindex einen weiteren Abschlag von 0,43 Prozent an, der Kontrakt auf den Nasdaq 100 ließ für den Technologieindex ein Minus von 0,70 Prozent erwarten.

Die Hoffnungen auf eine starke Berichtsaison flauen immer mehr ab. Die Gewinne dürften zwar gestiegen sein, jedoch nur noch leicht, sagte ein Vermögensverwalter. Zudem sorgen sich die Anleger weiter um die Bewertung der bisherigen Lieblinge des Bullenmarktes. Statt dessen würden als sichere Häfen empfundene Anlagen wie US-Staatsanleihen und Gold gekauft.

Nach einem bisher wechselhaften Start in die Berichtssaison kam JPMorgan mit einem Donnerschlag. Der Gewinn der größten amerikanischen Bank brach im ersten Quartal um 19 Prozent ein. Da die Fed seit Jahresbeginn ihre milliardenschweren Ankäufe von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren drosselt, ebbt die Flut des extrem billigen Geldes allmählich ab. Bei JPMorgan litten vor allem das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen und der Handel im Investmentbanking: Die Aktie fiel vor Handelsbeginn um gut dreieinhalb Prozent, Papiere der Bank of America und der Citigroup um fast eineinhalb Prozent.

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Ford-Aktien sind vorbörslich indes mit einem halben Prozent Plus im Aufwind dank starker März-Absatzzahlen aus China. Zudem empfahl die Deutsche Bank die Papiere zum Kauf.