USA besorgen russische Öl-Handelspläne mit Iran

Zwischen den USA und Russland droht ein neues Zerwürfnis in der Iran-Politik. Das Weiße Haus hat sich am Montag besorgt über angebliche russische Pläne gezeigt, iranisches Öl im Wert von 1,5 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro) monatlich zu importieren. Eine solche Vereinbarung wäre "nicht im Einklang mit den Bestimmungen das Abkommens der 5+1-Gruppe", sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses.

Außenminister John Kerry habe in dieser Angelegenheit bereits seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow angerufen, "um ihm direkt seine Besorgnis auszudrücken". Am Wochenende hatte der Iran mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland vereinbart, wichtige Teile seines Atomprogramms für sechs Monate auf Eis zu legen. Im Gegenzug sollen ab 20. Jänner Finanzsanktionen gegen Teheran gelockert werden.

Am Montag wurde bekannt, dass Moskau und Teheran zusätzlich über die Lieferung von 500.000 Barrel Öl täglich im Gegenzug für Nahrungsmittel und Waren verhandeln. Laut Hayden könnte eine solche Vereinbarung "möglicherweise US-Sanktionen auslösen".

US-Präsident Barack Obama steht wegen seiner Iran-Politik innenpolitisch unter Druck. Im Senat wird nämlich eine Ausweitung der Sanktionen gegen Teheran verlangt. Am Montag appellierte der Präsident an die Parlamentarier, der Diplomatie und dem Frieden "eine Chance zu geben". "Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für neue Sanktionen", betonte Obama.