Vorstandsvorsitzender Anzengruber mit Einbrüchen

Verbund-Ergebnis brach im 1. Quartal stark ein

Belastet von schwachen Großhandelspreisen und einer geringen Wasserführung sind die Ergebnisse des Verbund, dem führenden Elektrizitätsunternehmen Österreichs, im ersten Quartal stark gesunken. Operativ (EBIT) verdiente der Verbund mit 194,3 Mio. Euro um 24,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn (Konzernergebnis) brach um 39,4 Prozent auf 119,8 Mio. Euro ein.

Die Umsätze gingen um 8,5 Prozent auf 806,4 Mio. Euro zurück, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Aufgrund der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unverändert schwacher Großhandelspreise für Strom erwartet der Verbund für das Gesamtjahr 2010 rund 25 Prozent weniger EBIT und Nettogewinn als 2009. Die Dividende werde sich an einer Ausschüttungsquote von 45 bis 50 Prozent orientieren.

Die Gesamterzeugung des Verbund-Konzerns lag im 1. Quartal mit 6.605 Gigawattstunden (GWh) um 9,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Erzeugungskoeffizient der Laufkraftwerke lag mit 0,92 um 8 Prozent unter dem Langfrist-Durchschnitt und um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wegen des Erwerbs der bayerischen Innkraftwerke im Vorjahr stieg aber die Erzeugung der Verbund-Laufkraftwerke trotz der geringeren Wasserführung sogar leicht, und zwar um 3 Prozent. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke konnte durch stärkere Speicherbewirtschaftung um mehr als 9 Prozent erhöht werden.

Am meisten haben dem Verbund-Konzern im ersten Quartal die in Europa unverändert schwachen Großhandelspreise zu schaffen gemacht. Ursachen dafür sind die niedrigen Preise für Primärenergieträger, die geringe Nachfrage nach Elektrizität und das tiefe Niveau der CO2-Spotmarktpreise, erklärte der Verbund am Dienstag. Die Verbund-Aktie hatte am Montag an der Wiener Börse um 0,4 Prozent auf 28,81 Euro nachgegeben.