Verbund-Tochter Sorgenia ist auf Investorensuche

Der italienische Stromversorger Sorgenia, an dem der Verbund zu 46 Prozent beteiligt ist, und seine 20 Gläubigerbanken sind auf der Suche nach einem industriellen Partner, der die Umstrukturierung und den Neustart des Konzerns unterstützen will. Der Investor könnte den Verbund ersetzen, der sich nicht an der Sanierung beteiligen will, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Milano e Finanza".

Gemeinsam mit dem Berater Rothschild wird die Bereitschaft einiger ausländischer Konzerne und im Energiebereich aktiver Investmentfonds sondiert, den Verbund-Anteil an Sorgenia zu übernehmen. Der Verbund hatte zuletzt zu verstehen gegeben, dass er sich nicht an der Rettung der mit 1,8 Mrd. Euro verschuldeten Sorgenia beteiligen wolle.

Der Verbund hat kürzlich den Wert seiner Sorgenia-Beteiligung auf Null berichtigt. Der Beschluss, die Sorgenia-Beteiligung als wertlos einzustufen, wurde unter anderem mit der Überkapazität des italienischen Strommarkts und den negativen makroökonomischen Prognosen über die Energienachfrage in Italien begründet.