voestalpine konzentriert Bandstahlproduktion

Der oberösterreichische voestalpine-Konzern hat am Montag in Kematen an der Ybbs/NÖ eines der laut Aussendung "weltweit modernsten" Kaltwalzzentren zur Herstellung von hochwertigem Bandstahl in Betrieb genommen. Mit einer Investition von 113 Mio. Euro entstand der bisher größte Produktionsstandort der Böhler-Uddeholm Precision Strip GmbH, die zur voestalpine Metal Forming Division gehört.

160 Beschäftigte werden künftig in Kematen 60.000 Tonnen Bandstahl pro Jahr für die Erzeugung von Sägen in 70 Ländern herstellen. Böhler-Uddeholm-Precision-Strip-Bandstahl sei etwa auch im Schweizer Teilchenbeschleuniger CERN oder in Schweizer Premium-Uhren zu finden. Die bisherige Produktion in Traismauer/NÖ und Schweden wurde an den Standort verlagert.

Mit dem neuen Werk werde die globale Führungsposition bei der Bandstahlprodukten gestärkt. voestalpine werde künftig zwar primär in außereuropäischen Zukunftsmärkten wie Asien, Nord- und Südamerika wachsen, gleichzeitig sehe die langfristige Konzernstrategie aber auch die Absicherung der technologischen Führerschaft der österreichischen Standorte vor, erklärte Herbert Eibensteiner, voestalpine-Vorstandsmitglied und Leiter der Metal Forming Division.

Die Böhler-Uddeholm-Precision-Strip-Gruppe ist mit Produktions- und Vertriebsgesellschaften in Österreich und Schweden sowie Vertriebstöchtern weltweit vertreten und erwirtschaftet mit 1.100 Mitarbeitern jährlich 250 Mio. Euro. 2008 war der Spatenstich in Kematen erfolgt, die nunmehrige Umstellung vom Teil- auf Vollbetrieb bringe eine 30-prozentige Erhöhung der jährlichen Walzkapazität.