VW verkauft mehr Autos in China als in gesamter EU

Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr 2013 in China mehr Autos verkauft als in der gesamten Europäischen Union. Nach einer am Montag veröffentlichten Erhebung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer verkauften die Wolfsburger zwischen Jänner und Juni 1,17 Millionen Pkw in der Volksrepublik und 775.802 Autos in den 27 EU-Ländern.

Damit hätten 40 Prozent der weltweit verkauften VW-Pkw ihren Käufer in China gefunden. Noch vor dem Jahr 2020 werde jeder zweite weltweit verkaufte VW in China fahren, prognostizierte das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen.

Insgesamt verkauften VW-Pkw und die anderen deutschen Automarken Mercedes-Smart, BMW-Mini-Rolls-Royce, Porsche und Audi im ersten Halbjahr 1,706 Millionen Pkw in China. Weltweit waren es 5,47 Millionen Pkw, davon 632.000 in den USA und 761.000 in Deutschland. China hatte damit einen Länderanteil von 31,2 Prozent - nach 27,9 Prozent im ersten Halbjahr 2012. "Ohne China sind die deutschen Autobauer gar nicht mehr vorstellbar", erklärte Dudenhöffer.

Am meisten Autos verkauften die deutschen Hersteller nach wie vor in den 27 EU-Ländern mit 1,930 Millionen Pkw. Dies wird sich nach Einschätzung von Dudenhöffer allerdings bald ändern. Bleibe der Marktanteil deutscher Hersteller in China bei 22 Prozent, würden sie spätestens 2018 mehr Autos in China verkaufen als in der gesamten EU.

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