Chinas Industrie legt zum Jahresende Endspurt hin

Chinas Industrie hat die Produktion zum Jahresende so kräftig gesteigert wie seit Jahren nicht mehr: Laut Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC stieg das Konjunkturbarometer für Dezember um 0,4 Zähler auf 56,1 Punkte. Das ist das höchste Niveau seit Beginn der Befragungen im April 2004.

Experten sind zuversichtlich, dass sich das Barometer auch in den kommenden Monaten über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern halten wird. "Die Exporte ziehen an, die privaten Investitionen erholen sich sichtlich und die Ausgaben der öffentlichen Hand bleiben robust", sagte Ökonom Ting Lu von der Bank of America-Merrill Lynch.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hatte sich jüngst vorsichtig optimistisch über die Konjunkturperspektiven geäußert. Es sei jedoch noch zu früh, die staatlichen Stützen zurückzunehmen. Die staatlichen Investitionen und die Rekord-Kreditvergabe der Banken trieben das Wachstum bereits im abgelaufenen Jahr kräftig in die Höhe.