Deutsche Importe verbilligen sich so stark wie seit 1987 nicht mehr
Grund dafür ist der Preisverfall bei Energieprodukten: Rohöl verbilligte sich um 45,1 Prozent, Benzin, Diesel und andere Mineralölerzeugnisse sogar um 47,9 Prozent. Auch viele Nahrungsmittel konnten günstiger im Ausland gekauft werden. Getreide kostete 27,5 Prozent und Milchprodukte 12,6 Prozent weniger. Im Vergleich zum Vormonat blieben die Einfuhrpreise stabil. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.
Die Importpreise gelten als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung. Preisveränderungen kommen in der Regel verzögert bei den Verbrauchern an. Wegen der drastisch eingebrochenen Energiepreise erwarten die 32 von Reuters befragten Analysten, dass die Jahresteuerungsrate im Juni erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten gesunken ist. Sie rechnen mit einem Minus von 0,1 Prozent. Eine erste Schätzung will das Statistikamt im Laufe des Tages veröffentlichen.
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