DIW: Noch kein echter Aufschwung in Sicht

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat Hoffnungen auf einen baldigen Aufschwung gedämpft. Das Institut rechnet im laufenden Jahr mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft um 6,4 Prozent. Im kommenden Jahr erwartet es dann ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote werde 2010 vermutlich zweistellig ausfallen, die Arbeitslosenzahl werde im Jahresdurchschnitt auf 4,7 Millionen steigen. "Die Produktion hat nach einem freien Fall wieder Boden unter den Füßen", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann. "Allerdings droht ein langer Marsch durch eine konjunkturelle Talsohle ohne absehbares Ende, der bestenfalls die Aussicht zum Aufstieg auf kleine Hügel bietet."

Die Defizitquote Deutschlands dürfte nach DIW-Einschätzung bereits in diesem Jahr mit 3,7 Prozent wieder oberhalb der europäischen Defizitgrenze von drei Prozent liegen. Im kommenden Jahr rechnet das Institut mit einer Minusrate von 6,4 Prozent.