Es geht um die Abstimmung der Preise

Gas-Verhandlungen zwischen Aserbaidschan und Türkei

Das türkische Unternehmen Botas, zu einem Sechstel an der Nabucco-Projektgesellschaft beteiligt, und die staatliche Erdölgesellschaft Aserbaidschans haben am Freitag (17. Juli) ihre Gasverhandlungen fortgesetzt. Dabei soll über den Preis und den Umfang der aserbaidschanischen Gaslieferungen für die Türkei sowie für das Nabucco-Projekt gesprochen werden, berichtete die russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Bereits seit langem versuchen die zwei Staaten den Preis abzustimmen. Aserbaidschan verkauft Gas an die Türkei zu einem Preis von 120 Dollar (85,20 Euro) pro 1.000 Kubikmeter. Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew kündigte im April an, dass der Preis angehoben werden soll. Der Gaspreis für die Türkei wurde im Zuge des Aserbaidschan-Besuches des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan im Mai besprochen, der sagte, dass der derzeitige Preis "ungerecht" sei.

Andererseits sei Aserbaidschan wiederum mit den Bedingungen für den Gastransit durch das Territorium der Türkei nicht zufrieden. Ohne Lösung dieses Problems scheint die Beteiligung Aserbaidschans am Pipeline-Projekt Nabucco unter Federführung der OMV gefährdet.