Schmiergeldpraktiken zugegeben

Siemens-Skandal in Griechenland: Ex-Chef gesteht

Der frühere Siemens-Chef in Griechenland, Michael Christoforakos, hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bei Vernehmungen durch die Münchner Staatsanwaltschaft Schmiergeldzahlungen in Athen gestanden. Nach den griechischen Behörden habe nun auch die Münchner Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Christoforakos wegen Verdachts der Bestechung aufgenommen, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin.

Der in München in Untersuchungshaft sitzende griechische Manager mit deutschem Pass schilderte laut dem Bericht unter anderem Schmiergeldpraktiken des Konzerns im Vorfeld eines Großauftrags für die Olympischen Spiele 2004. Vorwürfe, wonach er selbst an Bestechungszahlungen zur Erlangung eines 500-Millionen-Rahmenvertrages mit der griechischen Telefongesellschaft OTE beteiligt gewesen sein soll, habe Christoforakos zurückgewiesen.